Die Online Rübe

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Xavier mit großer Tour im herbst

Rübe: War es schon immer dein Traum, auf einer Bühne zu stehen und zu
singen?
Xavier Naidoo: Somit 3 Jahren hat das angefangen. Da hatte ich Lieder im
Kopf und wollte vor meinen Eltern tanzen und singen. Da gab es die ersten
Anzeichen, dass ich vielleicht einmal Musiker werde. Ich habe es aber nie so
ausgesprochen, dass ich Sänger werden will. Es wurde dann irgendwann in
Betracht gezogen, aber wenn ich gefragt wurde, was ich werden will, dann
habe ich gesagt, ich will Archäologe werden, weil mich alte Sachen
interessiert haben.
Rübe: Was bedeutet für dich deine Musik?
Xavier Naidoo: Meine Musik ist, als ob ich Bücher schreiben würde, oder was
ich tief in meiner Seele habe.
Rübe: Was willst du mit deiner Musik ausdrücken?
Xavier Naidoo: Das ist mal so, deine Gefühle, mal versuchst du eine Stimmung fest zu
halten. Ich setzte mich nicht hin und sage, ich will jetzt so ein Lied oder so ein Lied schreiben.
Ich plane da nichts. Ich sage nicht vorher, dass ich das Thema oder das
Thema im Song behandeln will.
Rübe: Wie würdest du diesen Sound beschreiben?
Xavier Naidoo: Ich versuche, wenig amerikanische Namen für meine Musik zu
geben. Das ist einfach nur Musik. Ich kann dafür keine Namen geben - Musik
ist für mich Musik.
Rübe: Dein neues Album: Wer ist auf die Idee gekommen, ein Doppel-Album zu
machen?
Xavier Naidoo: Ich wollte das Album eigentlich nur „Alles für den Herren“ nennen, und das
zweite Lied was ich geschrieben habe „Wo willst du hin“ war schon ein Titel, der nicht mehr zum Albumtitel "Alles für den Herren" passte. Ich musste mir dann überlegen, ob ich die Titel wie z.B. "Wo willst du hin" einfach erst mal weg lasse oder auf einem anderem Album
bringe. Das Problem war, dass ich das Album "Alles für den Herren" nennen wollte, und da konnte ich keine Titel drauf bringen, wo es um Mann und Frau geht.
Rübe: Wer kam auf die Idee, auf der 1. CD auf den ungeraden Titel
aufzunehmen und auf der 2. nur die Geraden?
Xavier Naidoo: Ja, das ist auf meinen Mist gewachsen. Ich war irgendwann zu
Hause und hab mir gedacht, kann man das nicht so machen? Dann gehören beide
CD doch wieder zusammen.
Rübe: Wie kommst du auf deine Texte?
Xavier Naidoo: Ich glaube, dass die Texte zu mir kommen. Ich sitze oft da
und habe ein paar Texte geschrieben und denke, wo kommen die Texte jetzt
her? Habe ich die wirklich geschrieben? Man ist echt manchmal so wie im
Traum und wacht dann auf und hat einige Lieder.
Rübe: Haben die Titel irgend eine Bedeutung?
Xavier Naidoo: Kommt drauf an. Ich habe eigentlich keine Lieder, die mir
nicht irgendwie was bedeuten. Das kann auch ein oberflächiges Thema
bedeuten, aber sie bedeuten schon was.
Rübe: Warum machst du auf jedem Album Songs nach?
Xavier Naidoo: Ich glaube, das hat damit was zu tun, dass es schon gute
Lieder gibt. Gerade das von Peter Gabriel wollte ich auf deutsch machen.
Aber das haben wir nicht genehmigt bekommen. Aber der Platz war dann frei,
und ich musste ein Lied covern. Ich denke, es gibt genügen Kids, die kannten
das Lied nicht mehr.
Rübe: Deine neue Single "Bevor du gehst" hat ein sehr merkwürdiges Video. In
welchem Zusammenhang stehen Song und Video?
Xavier Naidoo: Das mag schon ein merkwürdiges Video sein. Ich kann nicht
sagen, in welchem Zusammenhang das steht. Es gibt Videos, die gar nicht
passen. Doch Stimmung und Bilder sind wichtig. Ich meine, es muss auch
Geheimnisse geben, man kann nicht immer alles Erklären.
Rübe: Haben dir die Dreharbeiten zu dem Film "Auf Herz und Nieren" Spaßgemacht?
Xavier Naidoo: Da ich nur drei Tage und zwar in verschiedenen Jahreszeiten
gedreht habe - und das war dann nicht so anstrengend - war das eher
interessant mal zu sehen wie das läuft. Ich musste eigentlich keine großen
schauspielerischen Leistungen erbringen. Doch eigentlich schon: Einmal
musste betrunken spielen. Ich habe aber auch nicht gespielt - ich habe
vorher einfach ein paar Bier getrunken.
Rübe: Hast du noch weitere Pläne als Schauspieler?
Xavier Naidoo: Schaun wir mal. Das ist schon ein interessantes Feld, aber
wenn, glaube ich ist mein Platz eher hinter der Kammara - so als Produzent
oder so.
Rübe: Warum sieht man dich nie auf einem Bild lachen?
Xavier Naidoo: Das hat eine ganz einfache Erklärung: Weil ich mich nicht
gern auf Bildern lachen sehen. Ich finde die Bilder meistens Scheiße. Ich
lache gern und will aber so nicht auf Bildern.
Rübe: Warum gibst du keine Autogramme?
Xavier Naidoo: Früher habe ich das gemacht, weil ich gedacht habe, das man
das machen muss. Irgendwann habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Ich habe
viele Autogramme geschrieben und habe gesehen, wie die Kinder weggelaufen
sind mit dieser Unterschrift und alles andere egal war. Dann habe ich mir
gedacht, was bildest du dir eigentlich ein. Es kann nicht sein, dass ich
mich vorbereite, Autogrammkarten zuschreiben. Und dann habe ich mir gedacht,
wenn ich mich so unwohl fühle, dann mach ich es nicht mehr. Ich
unterschreibe meine CD als meine Arbeit - aber mehr nicht und das war´ s.
Rübe: Seit wann glaubst du an Gott? Wurdest du so schon erzogen?
Xavier Naidoo: Ich wurde so erzogen, aber ich habe auch in meinen frühesten
Kindheitstagen eine Gottesfurcht gehabt. Kirche und so, da hatte ich nichts
dagegen. Aber alles andere ist viel später gekommen und habe ich selbst
entdeckt.
Rübe: Was bedeuten für dich deine Fans?
Xavier Naidoo: Ich versuch nicht, irgendwie denn Namen Fan zu benutzen,
sondern das sind Menschen, die meine Musik mögen.
Rübe: Treibst du in deiner Freizeit viel Sport?
Xavier Naidoo: Ich treibe Sport, aber ich werde mein Pensum jetzt wieder ein
bisschen steigern. Am liebsten fahre Kajak.
Rübe: Was bedeuten deine Autos für dich und warum hast du so viel?
Xavier Naidoo: ein Auto ist ein Fortbewegungsmittel. Ich habe lange Zeit
gedacht, eine Auto-Vermietung zu haben. Halt für alle ein Fahrzeug bereit zu
haben. Natürlich bin ich auch ein Autofanatiker. Ich benutze mein Auto, wie
ich meine Zahnbürste benutze.
Rübe: Wann und wie war dein erster Kuss?
Xavier Naidoo: Mit 12 oder 13 Jahren im Ferienlager. Er war nass und eher
furchterregend. Meine Angebetete war da schon ein bisschen weiter und hat
auch ein bisschen mehr gemacht. Da schreckt man schon zurück.
Rübe: Wann warst du das Erste mal verliebt?
Xavier Naidoo: So auch zu dem Zeitpunkt. Das ging über ein Jahr, so von der
4. Klasse aus.
Rübe: Was hörst du für Musik?
Xavier Naidoo: Ich höre eigentlich alles von Drum` n` Bass. Und alles im Hip
Hop.
Rübe: Ist dir schon mal etwas Peinliches auf der Bühne passiert?
Xavier Naidoo: Abgesehen davon, dass man denkt, das man den Hosenstall offen
hat, bin ich von weiteren Dingen verschont geblieben.
Rübe: Was ist dein größter Traum?
Xavier Naidoo: Ich lebe ja mit meinem größten Traum.
Rübe: Was du für die nächste Zeit geplant?
Xavier Naidoo: Hautsächlich Texte schreiben.
Rübe: Wann geht es mit den Söhnen weiter und mit Brother Keepers?
Xavier Naidoo: Mit Brother Keepers geht es andauernd weiter, aber es ist
nicht so, dass alle immer dabei sind. Mit Söhne Mannheims ist geplant, 2004
weiter zumachen und 2003 an dem neuen Album zu arbeiten
.